Statt Karten: Schreibrausch.

aexmas08
Man hört, sieht und liest nichts von mir. Emails bleiben unbeantwortet, Weihnachtskarten kommen keine, das Telefon bleibt stumm. Was ist los mit mir?

Die Erklärung ist ganz einfach: Der nächste Roman. Ich bin im Schreibfieber. Emails kommen an, ich lese sie, denke "ah ja, da muss ich antworten": Und antworte nicht. Irgendwo liegen die Karten, die ich für Weihnachten gekauft habe, um sie wie im Vorjahr mit launigen Grüßen zu verschicken: Inzwischen ist Heiligabend, die Post kommt nicht mehr an, das kann ich auch lassen. Jede Menge Meldungen, die ich unbedingt auf die Homepage bringen müsste: Sie stapeln sich seit Wochen. Zu reparierende Lichtschalter und andere Arbeiten im Haus: Man frage nicht! Rechnungen, Verwaltungskrempel, das Finanzamt: Ja, ja, ja – aber muss das alles jetzt sein? Jetzt, wo sich die Handlung zuspitzt, der Plot auf den Höhepunkt zuläuft, die Finger einfach nur schreibenschreibenschreiben wollen?

So kommt es, dass Schriftsteller in den Ruf geraten, unsoziale Wesen zu sein: Sie sind es. Zumindest, wenn das Schreiben mit ihnen durchgeht. Und manchmal auch sonst.

In einem schwachen Versuch, zu retten, was zu retten ist, deswegen hier – völlig ungenügend, klar – und wenig überraschend:

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Und bloß nicht verrückt machen lassen von all den düsteren Prognosen für 2009: Die stammen alle von Leuten, die schon die Ereignisse, die gerade hinter uns liegen, nicht vorhergesehen haben...!

Der Hintergrund auf dem Bild ist übrigens nicht die Bretagne, sondern Kanada. Worüber ich auch schon längst was schreiben sollte.

Kommt alles. Später. Erst noch diese Szene.

Und dann vielleicht noch eine...