Goldene Schallplatte!

Eine Goldene Schallplatte, das weiß jemand meines Alters noch aus der Zeit, in der man die BRAVO gelesen hat, bekommen Sangeskünstler und dergleichen für eine gewisse, sehr hohe Zahl verkaufter Tonträger – damals waren das Leute wie die Beatles, ABBA oder Heintje. Üblicherweise wurden solche Schallplatten auf Pressekonferenzen überreicht, dann den anwesenden Fotografen präsentiert, und wenn die fertig waren mit Blitzen, kam das Ding an die Wand im heimischen Wohnzimmer oder Tonstudio. Und je mehr Goldene Schallplatten ein Künstler hatte, desto erfolgreicher durfte er sich fühlen, klar.

Dass ich auch als Schriftsteller mal eine Goldene Schallplatte kriegen würde, hätte ich mir allerding im Leben nie träumen lassen. Und doch ist es passiert. Nicht auf einer Pressekonferenz, und Blitzlichtgewitter gab's auch nicht, stattdessen kam der Paketbote und lieferte ein großes Paket ab, aber, hey, ist das cool! Eine Goldene Schallplatte! Ich!

Ehe jemand fragt, um welche Lieder es geht und was ich gesungen habe: Nein, nein – die Goldene Schallplatte gab's für 100.000 verkaufte Hörbücher vom "Jesus Video". Hörbücher, die es übrigens natürlich nicht auf Schallplatte gibt, sondern nur auf CD oder als Download.

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