Berlin, ich komme!

Berlin gehört zu den weißen Flecken auf meiner Lesungs-Landkarte – na gut, zu den grauen Flecken: Ein, zweimal hat es mich bislang immerhin schon zu Lesungen in die Hauptstadt verschlagen. Viel zu wenig für meinen Geschmack, aber was will man machen? So viele Schriftsteller, wie in Berlin leben, hat man dort mit denen schon genug zu tun.

Um so mehr freut es mich, wieder einmal einen Termin in Berlin ankündigen zu können: Am Abend des 1. März werde ich im Literaturforum im Brechthaus zu Gast sein. Die Veranstaltung wird unter dem Motto stehen: "Von der Zukunft erzählen". Anders als sonst werde ich mehrere verschiedene, dafür kürzere Texte lesen, um in der anschließenden Diskussion gemeinsam mit Hannes Riffel, der als Moderator fungieren wird, Fragen nachzugehen wie: Was macht die Zukunft als Gegenstand des Erzählens so unwiderstehlich? Wie kann man von etwas erzählen, das man, streng genommen, gar nicht kennt? Wo verläuft die Grenze zwischen Prognostik und reiner Phantasie - wenn es sie denn gibt?

Es handelt sich um den ersten Abend einer Veranstaltungsreihe, in der es um Science Fiction gehen wird. Nach jetzigem Stand der Dinge folgen Abende mit Wolfgang Jeschke und Sascha Mamczak, bei denen der literarische Markt im Zentrum der Diskussion stehen wird, mit Angela und Karl-Heinz Steinmüller, die sich dem Vergleich ostdeutscher und westdeutscher SF widmen wollen, sowie mit Tobias Meißner und Marcus Hammerschmitt, die die Multimedialität der Science Fiction erörtern werden.