Im Herbst kommt DER JESUS-DEAL

jd
Bezieher meines Newsletters wissen es schon seit letzter Woche: Mein nächster Roman bei Lübbe, der kommenden Herbst erscheinen wird, trägt den Titel "Der Jesus-Deal" und wird eine Fortsetzung von "Das Jesus-Video" sein. Und gleichzeitig – das Thema Zeitreise macht es möglich – auch eine Vorgeschichte zu den im "Jesus Video" geschilderten Abenteuern. Man kann mit einigem Recht sagen, dass der eine Roman da anfängt, wo der andere aufhört, und da aufhört, wo der andere anfängt.

Verwirrend? Gut so. Lassen Sie sich überraschen.

Es ist jetzt fast 16 Jahre her, dass die Originalausgabe von "Das Jesus-Video" erschien, des Romans, der für mich das wurde, was man bei einem Schriftsteller "den Durchbruch" nennt. In der ganzen Zeit seither hielt sich hartnäckig eine Idee für eine Fortsetzung in meinem Hinterkopf, nagte und bohrte und nahm Gestalt an, bis mir nichts anderes übrig blieb, als nachzugeben, mich hinzusetzen und zu schreiben. Das Besondere an dieser Idee ist, dass der "Jesus-Deal" eine andere Geschichte erzählt als die, die man, wenn man das "Jesus-Video" kennt, wahrscheinlich vermutet, und zwar eine, die man auch lesen und verstehen kann, ohne das "Jesus-Video" zu kennen. Wobei man, so die stille Hoffnung des Autors, dabei durchaus neugierig werden könnte auf die Geschichte um das Video. Und wer das "Jesus-Video" erst nach dem "Jesus-Deal" zu ersten Mal lesen sollte, wird dabei noch allerhand Überraschungen erleben!

Kurzum, die Begriffe "Fortsetzung" und "Vorgänger", "Sequel" und "Prequel" passen hier eigentlich nicht. Es ist eher wie mit diesen "verschränkten Teilchen", die man in der Quantenphysik kennt: Nur dass es hier zwei "verschränkte Romane" sind.

Einen genauen Erscheinungstermin weiß ich noch nicht, aber es wird auf jeden Fall vor der Frankfurter Buchmesse sein (die am 8. Oktober beginnt), und ich plane rechtzeitig vorher wieder eine Leseprobe hier auf meine Website zu stellen. Selbstverständlich wird auch das (zurzeit vergriffene) "Das Jesus-Video" wieder neu aufgelegt werden; die (schon seit langem fehlende) eBook-Version soll sogar schon im Juli kommen. Von meiner Seite steht dem allem jedenfalls nichts mehr entgegen, denn gestern Abend um 17 Uhr 48 habe ich das fertige Manuskript ans Lektorat gemailt.

Gratis-Aktion bei Perry Rhodan

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Ab heute, 3. April 2014, liegt die gesamte Perry Rhodan-Serie, jeder einzelne Band, als eBook vor. Damit ist das im September 2011 begonnene Projekt, die größte SF-Serie der Welt zu digitalisieren, abgeschlossen.

Um das zu feiern, kann man sich von heute bis zum 9. April 2014 den ersten Band des aktuell laufenden Zyklus, nämlich den von mir verfassten Band 2700 "Der Techno-Mond", auf allen einschlägigen eBook-Portalen kostenlos herunterladen.

Weitere Informationen finden sich auf der Perry Rhodan-Website.

Doch ein Wort der Warnung: Das könnte akute Lesesucht auslösen! Mir jedenfalls gefällt der neue Zyklus ganz hervorragend – was nichts damit zu tun hat, dass ich den ersten Band dazu schreiben durfte; ich wusste damals ja auch nicht, was noch kommen würde. Nein, es liegt einfach an der Geschichte, die sich da entfaltet und die so spannend ist, dass ich wieder ungeduldig auf die Fortsetzung warte. Und ich übertreibe nicht, wenn ich gestehe: Das letzte Mal, als mir das so ging, waren die Heftnummern noch dreistellig!

Lesetipp: Themsen, Verena, "An Arkons Wurzeln"

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Gestern habe ich den Roman "An Arkons Wurzeln" von Verena Themsen gelesen, Perry Rhodan Band 2744. Und war äußerst angetan. So angetan, dass es mich drängt, eine kleine Anmerkung dazu zu schreiben.

Verena Themsen ist eine relativ neue Autorin im Team der PR-Autorin; bisher war sie mir, ehrlich gesagt, nicht aufgefallen. Was an mir liegen kann, zugegeben, und sich auf jeden Fall mit der gestrigen Lektüre geändert hat.

Auf den ersten Blick und der Beschreibung nach hatte ich mit einem dieser Romane gerechnet, in denen es halt hin und her handelt, damit die Seiten gefüllt sind, wobei irgendwo ein für die weitere Serienhandlung wichtiges Detail eingebettet wird. Im Prinzip war das auch so – aber was die Autorin daraus gemacht hat! Einmal mehr kann man an diesem "Heftlesroman" sehen, dass es für den Lesegenuss nicht nur darauf ankommt, was jemand erzählt, sondern vor allem, wie es erzählt wird.

Der Roman spielt auf Arkon und handelt von einigen der letzten Arkoniden, die auf Geheiß des atopischen Richters ihr Heimatsystem räumen müssen. Was sie, verständlicherweise, ungern tun, weswegen sie nun dazu gezwungen werden. Außerdem stellt sich im Verlauf der Handlung heraus, dass hinter dem Räumungsbefehl womöglich mehr stecken könnte, als es zunächst den Anschein hatte.

Das könnte man ziemlich dröge erzählen, und vergleichbare Episoden sind in der langen Geschichte der Serie auch schon oft ziemlich dröge erzählt worden. Doch nicht hier. Verena Themsen schildert die Welt der Arkoniden, mit ihrem hochkomplizierten Adelssystem und ihrem Stolz auf ihre lange, wechselvolle Geschichte, äußerst detailreich, geradezu liebevoll, und vor allem – das ist es, was mir so gefällt – großartig unaufdringlich. Da kommt nichts in plumpem "Ich erzähl euch jetzt mal was"-Ton daher, da wirkt nichts wie aus einem (in diesem Fall: imaginären) Reiseführer abgeschrieben, sondern all die vielen, vielen Details (auch über die Welt der Naat, übrigens) sind kunstvoll in die Handlung verwoben, werden so nebenbei eingeflochten, dass man es kaum merkt beim Lesen: genau so, wie es sein soll! Die Figuren, die, so vermute ich, wohl zu einem großen Teil durch das Exposé vorgegeben wurden, werden richtig lebendig, folgen ihren spezifischen Ängsten, Animositäten und Ambitionen, sind sich mitunter selbst ein Rätsel oder wissen nicht, wie ihnen geschieht: Das ist alles sehr faszinierend zu lesen. Gerade bei phantastischer Literatur ist es wichtig, dass die Figuren und die Welten, in denen sie sich bewegen, so real und greifbar, so "wirklich" wie nur möglich erscheinen, und das ist in diesem Fall hervorragend gelungen.

Chapeau, werte Kollegin!

(Anmerkung: Da die reitenden Kuriere mit dem jeweils neuesten Perry Rhodan-Band im Gepäck immer eine Weile brauchen, bis sie mich hier am Rand der Welt erreicht haben, dürfte dieses Heft schon aus dem Zeitschriftenhandel verschwunden und nur noch per Nachbestellung zu beziehen sein. Als eBook aber bleibt der Roman zeitlich unbegrenzt verfügbar.)

Tipp unter Kollegen: Papyrus Autor 7

Ich sollte endlich mal erwähnen, dass vor rund einem Monat die neue Version 7 meiner Lieblings-Textverarbeitung Papyrus Autor erschienen ist.

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Was ist daran neu? Neben allerlei kleineren Verbesserungen und vielen Bugfixes ist das herausstechende neue Merkmal eine ausgefeilte Timeline-Funktion (die im Programm "Zeitstrahl" heißt, weil die Anglizismen ja nicht überhandnehmen müssen). Man kann nun jedem Kapitel und jeder Szene eine genaue Position und Dauer im Zeitverlauf zuordnen, was für jemandem wie mich, der schon einmal munter eine Woche aus acht Tagen unterstellt hat (in einem der "Marsprojekt"-Romane; zum Glück war die Lektorin damals auf Draht und hat es rechtzeitig gemerkt), ein überaus nützliches Instrument zu werden verspricht. Die Zeitleiste ist denkbar flexibel, man kann eine Handlung genauso über Jahrhunderte ausdehnen wie minutengenau takten (was hätte Agatha Christie dafür gegeben?), raus und rein zoomen, "leere" Zeitabschnitte raffen und vieles mehr, wobei die Handhabung ziemlich intuitiv ist, möchte ich meinen. Man kann sich das anhand dieses Videos zeigen lassen.

Weitere Neuerungen sind z.B. "Geistertext", was bedeutet, dass man Textpassagen, die z.B. Notizen über die sich im Hintergrund abspielende Handlung enthalten, zwar im Manuskript haben, aber gleichzeitig ausgeblendet halten kann. Das entspricht etwa dem "unsichtbaren Text" anderer Programme, nur in einer Luxusversion, denn auf diese Weise kann man Szenen, die sich zwar ereignen, aber nicht geschildert werden sollen (die finsteren Intrigen der Bösewichte etwa), trotzdem als Szene in der Zeitleiste haben und die anderen Szenen entsprechend anordnen.

Was noch? Die Exportmöglichkeiten in Richtung eBook sind deutlich erweitert worden; die epub-Ausgabe ist wesentlich komfortabler geworden, ferner kann man jetzt auch mobi-Dateien direkt aus Papyrus heraus erzeugen. Der Navigator, also die Übersicht über die Struktur des Textes, ist wesentlich verbessert worden (und sieht besser aus als bisher); so kann man z.B. nun direkt im Navigator Kapitel und Szenen erzeugen. Und so weiter, und so weiter. (Wobei ich auch, wie wohl jeder, nicht alle Funktionen nutze, die Papyrus Autor bietet. Aber die, die ich nutze, vermisse ich jedes Mal schmerzlich, wenn ich mit anderer Software zu tun habe.) Ein weiteres Video erklärt die Neuerungen übrigens besser, als ich das hier kann.

Weitere Information sowie eine (zeitlich nicht begrenzte) Demo-Version zum Ausprobieren finden sich hier.

Hinzuzufügen bleibt, dass ich keinerlei Anteile an der Firma ROM-Logicware halte, sondern schon ganz damit zufrieden bin, dass die Jungs hin und wieder eine Idee von mir aufgreifen hinsichtlich dessen, was Schriftsteller für ihre Arbeit brauchen. Ich rühre die Werbetrommel vor allem, weil ich mir wünsche, dass dieses Programm noch lange, lange existieren und weiterentwickelt werden möge.